Unkontrollierter Harnabgang bezeichnet man als Harninkontinenz. Sie tritt aus unterschiedlichen Gründen in jedem Lebensalter auf, die Anzahl der Neuerkrankungen steigt jedoch mit zunehmendem Alter und Zahl der Geburten. Ältere Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie ältere Männer.

Unterschieden werden die Drang- und die Stress-Inkontinenz (Belastungs-Inkontinenz). Beide Formen können aber auch gemeinsam auftreten.

Die Drang-Inkontinenz, die so genannte Reizblase, geht mit sehr häufigem (auch nachts) und besonders heftigem Harndrang einher.

Bei der Stress-Inkontinenz (besser Belastungsinkontinenz) führt eine Druckerhöhung im Bauchraum - z.B. Lachen, Husten, Niesen oder das Heben von Lasten- zu unkontrolliertem Harnabgang.

Behandlung:

Bei der Stress-Inkontinenz haben sich folgende Behandlungsformen bewährt:

  • Beckenbodengymnastik
  • Medikamente zur Erhöhung der Spannkraft des Schliessmuskels
  • Tragen von speziellen Einlagen (Pessare)
  • die Operation mittels Bandplastik: TVT (Tension free vaginal tape)

 

Bei der Drank-Ikontinenzwird wie folgt behandelt:

  • Blasendrill
  • Medikamente, die die Blase entspannen
  • Behandlung einer Blaseninfektion
  • lokale Östrogenbehandlung in Form von Salben oder Zäpfchen